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Agenturergebnisse prüfen, ohne Fachwissen zu brauchen

Ihr müsst keine Media-Buying-Experten sein, um eine schlechte Agentur zu erkennen. Ihr müsst nur die richtigen fünf Fragen stellen, und zwar bevor die nächste Rechnung kommt, nicht danach. Jede dieser Fragen lässt sich ohne Fachwissen beantworten, aber jede legt offen, ob strukturiert gearbeitet wird oder nur geliefert.

Frage 1: Was genau wurde diesen Monat getestet?

Eine gute Antwort nennt konkrete Konzepte und Varianten, die gegeneinander liefen, und was genau sich zwischen ihnen unterschieden hat. Eine schwache Antwort nennt nur die Anzahl gelieferter Videos. Videoanzahl ist eine Produktionskennzahl, keine Testkennzahl, und sagt nichts darüber aus, ob überhaupt etwas Belastbares dabei herauskam.

Frage 2: Woran wurde der Gewinner erkannt?

Eine gute Antwort nennt eine vorher festgelegte Leitmetrik und ein Mindestvolumen, ab dem eine Entscheidung getroffen wurde. Eine schwache Antwort verweist auf ein Bauchgefühl oder eine Metrik, die erst nach dem Ergebnis ausgewählt wurde, um das gewünschte Bild zu bestätigen.

Frage 3: Was passiert mit dem Verlierer?

Eine gute Antwort erklärt, was aus dem unterlegenen Konzept gelernt wurde und ob diese Erkenntnis in die nächste Runde einfließt. Eine schwache Antwort behandelt den Verlierer wie Datenmüll, ohne eine Erklärung, warum er verloren hat.

Frage 4: Was kostet eine Nachbesserung?

Eine gute Antwort ist im Vertrag oder Angebot bereits geregelt: eine gewisse Anzahl an Korrekturrunden ist enthalten, ohne zusätzliche Berechnung. Eine schwache Antwort verlangt für jede Nachbesserung eine neue Rechnung, selbst wenn das ursprüngliche Briefing missverstanden wurde.

Frage 5: Was passiert, wenn nichts funktioniert?

Eine gute Antwort nennt eine konkrete Eskalationsstufe oder Garantie, die greift, wenn über mehrere Runden hinweg kein Fortschritt entsteht. Eine schwache Antwort verweist auf mehr Budget als Lösung für ausbleibende Ergebnisse, ohne die eigentliche Ursache zu benennen.

WARNSIGNALE Kein Warum beim Winner Nur Screenshots, keine Einordnung Jede Nachfrage kostet extra GUTE ZEICHEN Erklärt den Testaufbau vorab Reporting mit Vorrunden-Vergleich Eskalationsweg im Vertrag

Keine der beiden Seiten braucht Fachwissen zum Erkennen, nur die Bereitschaft, danach zu fragen.

Wann ihr diese Fragen am besten stellt

Am wirkungsvollsten ist ein fester Rhythmus, nicht nur ein einmaliges Gespräch: einmal im Erstgespräch vor Vertragsabschluss, und danach nach jeder größeren Testrunde erneut, zumindest die Fragen zwei und drei. Eine Agentur, die im Erstgespräch überzeugende Antworten gibt, später im laufenden Betrieb aber ausweicht, zeigt damit, dass die anfänglichen Antworten eher Verkaufsrhetorik waren als gelebte Praxis.

Warnsignale gegen gute Zeichen im Detail

Die Grafik oben fasst zusammen, worauf die fünf Fragen letztlich hinauslaufen: nicht auf Fachbegriffe, sondern auf Struktur. Eine Agentur, die transparent arbeitet, hat auf jede der fünf Fragen eine konkrete Antwort parat, ohne nachzudenken, weil die Antwort Teil ihres normalen Arbeitsablaufs ist. Zögern oder Ausweichen bei einer einfachen Struktur-Frage ist selbst schon eine Antwort.

Merksatz Eine gute Agentur erklärt euch, warum ein Ergebnis so ausgefallen ist, nicht nur, dass es ausgefallen ist. Der Unterschied zwischen Reporting und einem Datenexport.

Wo diese Fragen an ihre Grenzen kommen

Diese fünf Fragen prüfen Struktur und Transparenz, nicht die kreative Qualität der Produktion selbst. Ein Team kann strukturiert arbeiten und trotzdem schwache Konzepte liefern, umgekehrt kann ein informell arbeitendes Team gute Ergebnisse haben. Die Fragen sind ein Filter für die Wahrscheinlichkeit guter Ergebnisse, keine Garantie dafür. Was eine Garantie im Agenturvertrag realistisch abdecken kann und was nicht, steht in Garantien im Agenturvertrag. Was ein vollständiges Briefing überhaupt erst ermöglicht, bevor die Zusammenarbeit beginnt, steht in Ein Briefing, mit dem eine Agentur arbeiten kann.

Muss ich diese Fragen schon vor Vertragsabschluss stellen?

Idealerweise ja, im Verkaufsgespräch. Eine Agentur, die auf diese Fragen im Erstgespräch schon keine konkrete Antwort hat, wird sie später auch nicht plötzlich strukturiert beantworten.

Was, wenn die Agentur mit Fachbegriffen antwortet, die ich nicht verstehe?

Nachfragen, bis die Antwort in einfachen Worten Sinn ergibt. Eine Agentur, die ihre eigene Arbeit nicht verständlich erklären kann, hat entweder ein Kommunikationsproblem oder selbst keine klare Struktur dahinter.

Reicht ein gutes Reporting als Qualitätsbeweis?

Reporting allein nicht, es muss eine Einordnung liefern, warum ein Ergebnis so ausgefallen ist und was daraus für die nächste Runde folgt, nicht nur Zahlen ohne Kontext.

Sollte ich diese Fragen auch stellen, wenn die Ergebnisse gerade gut sind?

Ja, gerade dann. Gute Ergebnisse ohne erkennbare Struktur dahinter sind schwerer zu wiederholen, sobald sich Markt oder Zielgruppe verändern.

Wie oft sollte ich diese Fragen wiederholen?

Einmal vor Vertragsabschluss und danach mindestens nach jeder größeren Testrunde erneut, damit ein Auseinanderfallen von Verkaufsrhetorik und laufender Praxis früh auffällt.

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Stellt uns gerne dieselben fünf Fragen.

15 Minuten, wir beantworten euch alle fünf konkret, mit echten Beispielen aus unserem Testaufbau.